Konzept des Mehrgenerationenwohnens (MGW)
Der Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenleben verschiedener Generationen in einem Wohngebiet. Die Idee besteht darin, daß aus dem bewußten Miteinander verschiedener Generationen gegenseitige Hilfestellung und Betreuung erwachsen. Es geht also um das gemeinschaftliche Wohnen der Generationen.
Hilfsbedürftige Ältere können mit Unterstützung der Mitbewohner länger in ihrer Wohnung bleiben, Jüngere (zum Beispiel Alleinerziehende mit Kindern) erfahren Entlastung durch Ältere, die geistig und körperlich noch vital sind, bei der Kinderbetreuung, um weiterhin berufstätig sein zu können.
Mitberücksichtigt werden soll darüber hinaus auch das gemeinschaftliche Wohnen von überwiegend Älteren, die bereit sind, sich gegenseitig zu unterstützen (Alt hilft Alt). Es gilt das Motto: Nicht allein und nicht ins Heim!
Damit das gelingt, muß die Architektur insbesondere die verschiedenen Bedürfnisse der jeweiligen Generationen berücksichtigen.
Der gemeinsame Nenner und die gemeinschaftlichen Ziele der Mieter in unserem Wohngebiet in Burbach sollte sein:
Aufbau sozialer Netzwerke: Das bewußte Handeln der Beteiligten unterscheidet die gemeinschaftliche Wohnform deutlich von den übrigen Wohnungsangeboten, in denen sich die Gemeinschaft zufällig ergibt. Man könnte bei den Bewohnern auch von Wahlverwandtschaften sprechen.
Verbindung von Wohnen und bürgerschaftlichem Engagement: Das Projekt wird vom dem leben, was die Bewohner an Ideen, Initiativen und Engagement einbringen.
Selbstbestimmtheit und weitgehende Selbstorganisation: Gemeinschaft kann nicht von oben verordnet werden, aber sie wird sich von innen heraus aus dem eigenen Tun der Menschen ergeben.
Verbindlichkeit: Es werden verbindliche Grundlagen festzulegen sein, damit das gemeinschaftliche Wohnen auf Dauer funktioniert.
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